Prävention

Sicherheitsslogans

Wann Slogans im Betrieb helfen – und wann sie nur Papier sind.

Das Wichtigste

  • Slogans können Aufmerksamkeit schaffen – sie ersetzen keine Gefährdungsbeurteilung.
  • Formulierungen müssen zur konkreten Gefährdung im Betrieb passen.
  • Humor ist okay, wenn er nicht bagatellisiert oder verspottet.

Sicherheitsslogans sind ein Kommunikationsmittel in Kampagnen, Unterweisungen oder an Wegen im Betrieb. Sie wirken nur, wenn technische und organisatorische Maßnahmen bereits stimmen – sonst wirken sie zynisch.

Wann Slogans helfen

  • klarer Bezug zu einer aktuellen Maßnahme (z. B. „Leiter nur mit zweiter Person“ während einer Leiter-Kampagne),
  • Wiedererkennung über einen begrenzten Zeitraum,
  • Kombination mit sichtbarer Führungsunterstützung.

Wann sie schaden

  • generische Plakate ohne Bezug zur realen Arbeit,
  • Spott über Verletzte oder übertriebener Humor bei schweren Unfallarten,
  • Ersatz für fehlende Instandhaltung oder Unterweisung.

Beispiele – sachlich und praxisnah

  • „Freischalten, absichern, prüfen – dann erst in die Maschine.“
  • „Stolpergefahr: Wege frei, Kabel verlegt, Boden trocken.“
  • „Staplerweg = Fußgänger bleibt außen.“
  • „PSA nur, wenn in der GBU für diese Tätigkeit vorgesehen.“

Humorvolle Varianten (sparsam einsetzen)

  • „Gefahr erkannt – Gefahr beseitigt, nicht nur beschriftet.“
  • „Helm sitzt, Kopf bleibt.“

Vertiefung zu Verhaltensprogrammen: Verhaltensbasierte Arbeitssicherheit.